| von Jonas Jahn
Junify Demokratiefestival in Berlin: Drei Schüler des 10. Jahrgangs für ihr Demokratieprojekt geehrt
Das Projekt unserer Schule „HIER BIN ICH MENSCH – HIER DARF ICH'S SEIN! Ein Video-Podcast über Freiheit, Menschenrechte und Sicherheit in Europa“ ist vom Bundeswettbewerb „Demokratisch Handeln“ als herausragendes Demokratieprojekt ausgezeichnet worden. Der vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte und von der Kultusministerkonferenz empfohlene Bundeswettbewerb „Demokratisch Handeln“ zeichnet seit über 35 Jahren Projekte junger Menschen in ganz Deutschland aus, die sich für ein demokratisches Miteinander einsetzen.
Drei Schüler der Jahrgangsstufe 10 produzierten gemeinsam den Video-Podcast „Hier bin ich Mensch – hier darf ich's sein!“. Darin beschäftigten sie sich anhand einer persönlichen Geschichte mit demokratischen Grundrechten und Sicherheit in Europa. Initiiert und begleitet wurde das Projekt an unserer Schule von Dr. Peter Mergler. Technische Unterstützung gab es freundlicherweise von Herrn Volker Fischer vom Medienbildungszentrum Süd (Offenbach). Majd Gohnaim, Alexander Schön und Philip Behmel freuten sich sehr über die Auszeichnung für ihr Projekt und den damit verbundenen Preis: den dreitägigen Aufenthalt in Berlin beim Junify-Demokratiefestival. Die Organisation und Begleitung der Fahrt übernahm Jonas Jahn.
Im Mittelpunkt des Junify vom 10. bis 12. Juni standen die Projekte selbst: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie pädagogische Fachkräfte präsentierten ihre Arbeit, tauschten Erfahrungen aus und diskutierten darüber, wie demokratisches Engagement im Alltag wirken kann. Bereits zum Auftakt am Mittwoch lernten sich die Teilnehmenden im Format „ProjektConnect“ kennen. Dabei ging es um die Frage, was die Projekte verbindet, welche Erfahrungen sie gemacht haben und welche Ideen sie aus Berlin mitnehmen möchten. Am Donnerstag folgte ein breites Workshopprogramm in der „Weißen Rose“ und an weiteren Orten. Die Teilnehmenden konnten sich unter anderem mit Zivilcourage, diskriminierungssensibler Sprache, Antisemitismus, Rassismus, den Auswirkungen aktueller Konflikte auf junge Menschen, Künstlicher Intelligenz in der Schule sowie mentaler Gesundheit beschäftigen.
Ein Höhepunkt des Festivals war die feierliche Preisverleihung am Donnerstagabend. Dort wurden die 50 Gewinnerprojekte gewürdigt und für ihr demokratisches Engagement ausgezeichnet. Den Abschluss des Tages bildete ein Konzert mit Busy Dreams; viele Teilnehmende feierten und tanzten bis in den Abend. Am Freitag öffnete sich das Festival für die Stadt. Unter dem Titel „Demokratie vor Ort“ konnten die Teilnehmenden verschiedene Rundgänge und Gesprächsformate besuchen. Dazu gehörten unter anderem eine dekoloniale Stadtführung durch Berlin-Mitte sowie ein Rundgang zu Demokratieorten in Berlin. Weitere Gruppen kamen im Deutschen Bundestag mit einem Bundestagsabgeordneten ins Gespräch, besuchten die Kuppel des Reichstagsgebäudes oder verfolgten eine Plenarsitzung von der Besuchertribüne aus.
In der Ausschreibungsrunde 2025 beteiligten sich bundesweit 18.514 junge Menschen in 485 Projekten am Bundeswettbewerb „Demokratisch Handeln“. Viele der eingereichten Projekte setzten sich mit der Frage auseinander, wie ein gelingendes Zusammenleben in Vielfalt gestaltet werden kann – auch vor dem Hintergrund aktueller Kriege, gesellschaftlicher Polarisierung und demokratischer Herausforderungen. Das prämierte Projekt der Freiherr-vom-Stein-Schule wurde von einer unabhängigen Jury als eines von 50 besonders beispielgebenden Projekten ausgewählt. Ein toller Erfolg!
(Fotos: © Grit Hiersemann/ Demokratisch Handeln)






