Besuch der Gedenkstätte Buchenwald ...
Am 23.03.2010 haben wir, die Klasse 9e, die Gedenkstätte Buchenwald besucht.
Es beginnt mit der Blutstraße, die die Zufahrtsstraße zur Gedenkstätte ist. Sie wurde von den Häftlingen gebaut. Sie haben die Steine unten im Tal aus dem Steinbruch geschlagen und hoch getragen. Wenn man auf dieser Straße fährt, sieht man die abgemagerten Häftlinge direkt vor sich, wie sie die Steine hoch schleppen. Parallel dazu kann man die Bahnlinie erblicken, über die alles ins KZ-Buchenwald gebracht wurde. Über sie wurden auch die arbeitsunfähigen Häftlinge in das Vernichtungslager Auschwitz gebracht. Auf der linken Seite steht dann das Mahnmal. Dort kann man in sich gehen und darüber nachdenken, was geschehen ist.
Am großen Parkplatz angekommen, kann man sich an der Information Materialien besorgen oder einen 30-minütigen Film ansehen, in dem ehemalige Häftlinge von ihrer Inhaftierung erzählen.
Nun kann man sich das Lager ansehen. Wenn man mit einer Gruppe unterwegs ist, wäre eine Führung ratsam.
Bevor man durch das Tor geht, kann man sich links die Arrestzellen anschauen. Besonders diese sind bewegend. Man sieht viele aneinander gereihte Zellen. Sie sind etwa 4m2 groß. In ihnen steht ein „Holzbett“. In einigen stehen Bilder von ehemaligen Inhaftierten. Es liegen sehr viele Blumen darin, die Besucher zurückgelassen haben. Wenn man durch das Tor geht und darüber „Jedem das Seine“ liest, ist man geschockt. Man steht auf einem riesigen Platz mit mehreren Gedenksteinen und Mählern. Einige Häuser stehen am Platz verteilt. In ihnen kann man sich die verschiedenen Räume ansehen. Besonders die Pathologie, die Fleckfieberversuchsstation, die Verbrennungslager und die Schussanlage haben uns sehr erschüttert.
In den Schussanlagen haben die Häftlinge gesagt bekommen, dass sie gemessen werden. Doch sie wurden dann durch einen gezielten Kopfschuss getötet.
Dann gibt es noch ein Museum. Dort kann man sich dann noch Werkzeuge, Waffen, Küchengeräte und „Besitztümer“ der ehemaligen Häftlinge ansehen.
Am Platz sieht man dann noch den Stumpf der Goethe-Eiche, Steinkarren und einen Hänge-Pfahl (Nachbildung).
Wenn es die Zeit noch zulässt, sollte man sich auf jeden Fall noch die Außenlager ansehen.
Wir empfehlen jedem den Besuch der Gedenkstätte. Man wird von Gefühlen überfallen, die man nie wieder vergisst. Der Besuch macht einem unsere Geschichte sehr deutlich und man kann sich sehr gut vorstellen, wie sich die Inhaftierten gefühlt haben müssen.
Jeder sollte mal die Gedenkstätte besucht haben. Sie ist zwar nicht schön, aber lehrreich.






